App-Store-Release ohne den Mac unter dem Schreibtisch

Der Build ist der kleine Teil. Signing, Metadaten, Screenshots, Versionsnummern, zwei oder drei Stores – das ist der Nachmittag. Der soll in derselben Pipeline sitzen wie der Rest.

  • App Store, Play Store, Microsoft Store aus dem Projekt, nicht aus einer Tabelle
  • iOS-Build auf macOS in der Cloud. Der Büro-Mac darf sterben.

Portal oder Pipeline

Von Hand

  • Ein Rechner, ein Konto, Metadaten irgendwo.

Mit dem Commit

  • Signing und Upload laufen, wenn die Pipeline grün ist.
  • App StoreApple-Releases mit vorbereiteten Metadaten und Assets.
  • Google PlayPlay-Store-Einträge automatisiert bespielt.
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Metadaten, Screenshots und Versionen werden automatisch in die Stores übertragen.

Ein Store-Release scheitert selten am Compile. Es scheitert an Zertifikaten, Screenshots und an der Person, die gerade im Urlaub ist. Automatisieren heißt, diese Teile in die Pipeline zu legen, die das Repo ohnehin baut.

Store-Releases von Hand oder über die Plattform

Die Gegenüberstellung zeigt, welche Arbeitsschritte bei einem manuell aufgesetzten Mobile-Release anfallen und was die Application Platform davon übernimmt.

Aufgabe Mit der Application Platform Manuell aufgesetzt
Build für iOS und Android erzeugen Vollständig abgedeckt: Pipeline baut Flutter-, Expo- und native Projekte nach denselben Regeln Nicht angeboten: Lokale Builds auf wechselnden Rechnern, Ergebnisse schwer reproduzierbar
macOS-Umgebung für iOS Vollständig abgedeckt: macOS-Geräte in der Cloud sind Teil der Build-Infrastruktur Teilweise abgedeckt: Eigener Mac oder gemieteter Runner, Wartung und Xcode-Updates inklusive
Signing verwalten Vollständig abgedeckt: Android Keystore, Apple Credentials und Azure Artifact Signing werden in der Plattform verwahrt Nicht angeboten: Zertifikate und Keystores liegen bei einzelnen Personen, Verlust ist ein echtes Risiko
Store-Metadaten pflegen Vollständig abgedeckt: Editor mit Sektionsnavigation sowie Sprach- und Plattform-Badges im Projekt Nicht angeboten: Texte in zwei bis drei Portalen doppelt pflegen
Screenshots vorbereiten Vollständig abgedeckt: Screenshots werden hochgeladen und im Editor auf die geforderten Formate zugeschnitten Nicht angeboten: Zuschnitt in einem Grafikprogramm, Formate pro Store und Gerät nachschlagen
Changelog pro Sprache Vollständig abgedeckt: Release Notes je Sprache im Projekt hinterlegt und versioniert Nicht angeboten: Kopieren und Einfügen in Store-Formulare, Versionsstände laufen auseinander
Google-Datensicherheit ausfüllen Vollständig abgedeckt: Die Angaben zur Datensicherheit gehören zum Metadaten-Editor Nicht angeboten: Formular im Play-Console-Portal manuell pflegen
Versionierung und Build-Nummern Vollständig abgedeckt: Versionierung ist Teil der Pipeline und folgt dem Repository-Stand Nicht angeboten: Manuell hochzählen, abgelehnte Uploads wegen doppelter Build-Nummer
Einreichung und Review Vollständig abgedeckt: Releases werden aus der Plattform angestoßen, Status ist pro Repository sichtbar Teilweise abgedeckt: Getrennte Portale, unterschiedliche Zustände, Nachverfolgung per Notiz
Microsoft Store parallel bedienen Vollständig abgedeckt: Als dritter Store aus demselben Projekt bespielbar Nicht angeboten: Eigener Prozess, meist manuell und selten dokumentiert

Grün bedeutet vollständig abgedeckt, gelb teilweise, grau nicht vorgesehen. Die Prüfzeiten der Stores selbst bleiben unverändert, automatisiert wird alles davor.

Stand: 9. September 2026. Die Gegenüberstellung beschreibt typische Abläufe und kann je nach Projekt abweichen. Logos sind Marken der jeweiligen Rechteinhaber und dienen nur der Zuordnung.

Grenzen

  • Review bleibt Review Apple und Google prüfen weiter selbst. Automatisierung ersetzt nicht die Freigabe, nur das Zusammensuchen der Artefakte.

Kostenmodell

Store-Konten zahlst du bei Apple und Google. Die Plattform übernimmt die Kette, nicht die Store-Gebühren.

Pipeline für Kunden-App

test
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publish
release
Der Store-Release ist der letzte Schritt derselben Pipeline.

So kommt eine App in die Stores

Vom Projektstart bis zur Einreichung in vier Schritten.

  1. Projekt mit Mobile-Template anlegen

    Wähle Flutter, Expo oder ein natives iOS- beziehungsweise Android-Projekt. Repository, Struktur und Pipeline entstehen mit.

  2. Store-Zugänge hinterlegen

    Apple Credentials, Play-Zugang, Android Keystore und bei Bedarf Azure Artifact Signing werden in der Plattform gespeichert.

  3. Store-Eintrag pflegen

    Titel, Beschreibungen, Keywords, Screenshots, Changelog je Sprache und die Angaben zur Google-Datensicherheit pflegst du im Editor.

  4. Release auslösen

    Die Pipeline baut, signiert und lädt hoch. Den Stand siehst du pro Repository, die Prüfung übernimmt anschließend der jeweilige Store.

Häufige Fragen

Welche Stores werden unterstützt?

Apple App Store, Google Play Store und Microsoft Store, alle drei aus demselben Projekt. Die Metadaten pflegst du an einer Stelle, mit Badges für Sprache und Plattform. Die eigentliche Prüfung liegt weiterhin beim jeweiligen Anbieter.

Brauche ich einen eigenen Mac für iOS-Builds?

Nein. Die Plattform stellt macOS-Geräte in der Cloud bereit, auf denen iOS-Builds und die Signierung in der Pipeline laufen. Eigene macOS-Workspaces zum interaktiven Arbeiten folgen; unter Workspaces wählst du aktuell Ubuntu.

Wie werden Zertifikate und Keystores verwahrt?

Zentral in der Plattform: Android Keystore, Apple Credentials und Azure Artifact Signing. Der Vorteil ist die Ausfallsicherheit, denn ein Keystore auf dem Laptop einer Person ist ein bekanntes Risiko. Zugriff regeln Rollen und Projektzugehörigkeit.

Kann ich die Pipeline anpassen?

Ja. Die Plattform arbeitet mit GitLab CI, die Konfiguration liegt lesbar in deinem Repository. Du kannst Stufen ergänzen, Bedingungen ändern oder eigene Skripte einbinden. Die vorbereitete Konfiguration ist ein Startpunkt, keine Blackbox.

Werden die Apps dadurch schneller geprüft?

Nein, die Prüfzeiten von Apple, Google und Microsoft bleiben unverändert. Automatisiert wird alles davor: Build, Signierung, Metadaten, Screenshots, Changelogs und Upload. Das verkürzt die Zeit bis zur Einreichung und reduziert Ablehnungen.

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