Vercel behalten
- Dein Job ist ein JS-Frontend plus Previews. Fertig.
- Ein globales Edge-Netz ist wichtiger als SSH auf eine Box.
Vercel ist dafür gebaut, ein Frontend an den Rand zu bringen. Eine dauerhafte API, eine Datenbank auf deiner Maschine oder ein Store-Release gehören nicht zum Produkt – und sollen es auch nicht.

Vercel ist gut in einer Sache: ein JavaScript-Frontend schnell an viele Standorte zu bringen. Dafür gibt es Preview-URLs, die einfach funktionieren, und ein Netz, das wir so nicht nachbauen.
Ärgerlich wird es erst im zweiten Produkt. Dieselbe Mannschaft soll plötzlich eine API betreiben, Secrets liegen in drei Dashboards, und niemand kann sagen, auf welcher Maschine die Datenbank steht. Dann ist Vercel nicht falsch – es ist nur nicht mehr das ganze Setup.
Wir ersetzen Vercel nicht Feature für Feature. Wer wirklich nur Next.js ausliefert, sollte dort bleiben. Wer den Server sehen will, auf dem der Rest läuft, landet hier.
Vercel ändert die Oberfläche oft. Die Tabelle ist eine Momentaufnahme, keine Preisliste.
| Kriterium |
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|---|---|---|
| Frontend-Deployment | Vollständig abgedeckt: Next.js und Astro live; Vue und Angular folgen | Vollständig abgedeckt: Kernprodukt, sehr ausgereift, besonders für Next.js |
| Globales Edge-Netzwerk / CDN | Teilweise abgedeckt: Reverse-Proxy und SSL pro Server; kein eigenes globales Edge-Netz | Vollständig abgedeckt: Weltweites Edge-Netzwerk als zentraler Bestandteil |
| Backend-Anwendungen | Vollständig abgedeckt: NestJS, Laravel und FastAPI als vollwertige Dienste mit Datenbank | Teilweise abgedeckt: Serverless Functions, keine dauerhaft laufenden Backend-Dienste |
| Eigene Server nutzen | Vollständig abgedeckt: Eigener Server per SSH oder Managed Server der Plattform | Nicht angeboten: Nicht vorgesehen, Ausführung in der Vercel-Runtime |
| Datenbanken und Server-Grundsetup | Vollständig abgedeckt: Docker, Datenbanken, Reverse-Proxy, SSL, Firewall und Backups werden eingerichtet | Teilweise abgedeckt: Über Partner- und Marketplace-Integrationen |
| Mobile Apps bauen | Vollständig abgedeckt: Flutter, Expo sowie native iOS- und Android-Projekte inklusive Build-Umgebung | Nicht angeboten: Nicht Teil des Produkts |
| App Store und Play Store veröffentlichen | Vollständig abgedeckt: Metadaten, Screenshots und Releases direkt aus der Plattform | Nicht angeboten: Nicht Teil des Produkts |
| Remote-Entwicklungsumgebungen | Vollständig abgedeckt: Ubuntu-Workspaces mit VS Code, JetBrains, RDP und VNC. iOS-Builds auf macOS-Geräten der Pipeline | Nicht angeboten: Nicht Teil des Produkts |
| CI/CD einsehbar und anpassbar | Vollständig abgedeckt: GitLab-CI-Konfiguration liegt im Repository und lässt sich ändern | Teilweise abgedeckt: Build-Schritt weitgehend vorgegeben, begrenzt konfigurierbar |
| Standort der Verarbeitung | Vollständig abgedeckt: Betrieb in der EU, Server frei wählbar | Teilweise abgedeckt: US-Anbieter, Regionen wählbar, Verarbeitung nach US-Recht |
| Wechsel zu einem anderen Anbieter | Vollständig abgedeckt: Repositories, Deployment-Konfiguration und Server gehören dir | Teilweise abgedeckt: Plattformnahe Funktionen müssen beim Wechsel ersetzt werden |
Grün = ja, gelb = teilweise, grau = nein. Preview-URLs und Edge bleiben Vercel.
Stand: 9. September 2026. Grundlage sind die öffentlich dokumentierten Funktionsumfänge der genannten Anbieter. Angaben können sich ändern; maßgeblich ist die jeweils aktuelle Darstellung des Anbieters. Logos sind Marken der jeweiligen Rechteinhaber und dienen nur der Zuordnung.
Vercel rechnet vor allem nach Nutzung (Bandbreite, Funktionen). Bei uns zahlst du die Plattform plus Server. Was aktuell gilt, steht auf der Vercel-Preisseite und bei uns unter Preise.
Pipeline für Kunden-App
Der Umzug läuft schrittweise, dein Repository bleibt die Grundlage.
Binde einen eigenen Server per SSH an oder buche einen Managed Server. Docker, Reverse-Proxy, SSL und Backups werden eingerichtet.
Lege dein Projekt im Assistenten an und wähle den Stack. Repository, Struktur und CI/CD-Pipeline entstehen mit.
Übertrage deinen bestehenden Code in das Repository. Umgebungsvariablen und Secrets pflegst du zentral im Projekt.
Domain und Zertifikate gehören zum Setup. Sobald die Pipeline grün ist, zeigst du den DNS-Eintrag um.
Für Frontend-Deployments ja, für den Rest deckt sie deutlich mehr ab. Ein globales Edge-Netzwerk mit Points of Presence bringt sie allerdings nicht mit – dafür bleibt ein vorgeschaltetes CDN weiterhin sinnvoll.
Ja. Next.js gehört zu den vorbereiteten Templates und wird über eine reguläre Pipeline gebaut. Funktionen, die an die Vercel-Runtime gebunden sind, musst du ersetzen – Standard-Next.js läuft unverändert.
Die Plattform arbeitet mit GitLab-CI. Branch- und Merge-Request-Pipelines lassen sich so konfigurieren, dass sie eigene Umgebungen ausspielen. Den Zuschnitt bestimmst du selbst über die Konfiguration.
Vercel rechnet nach Nutzung ab, vor allem Bandbreite und Funktionsaufrufe. Bei der Application Platform zahlst du die Plattform und deine Server. Bei stabilem Traffic ist die Kostenkurve dadurch besser planbar.
Nein. Nutzt du einen Managed Server, übernimmt die Plattform Einrichtung und Wartung vollständig. Bindest du einen eigenen Server an, richtet sie ihn ein – der laufende Betrieb bleibt in deiner Hand.
Registrieren, Template wählen, Server anbinden. Ob das für dein Repo reicht, siehst du im Assistenten, nicht in dieser Tabelle.