Heroku Alternative mit SSH statt Dyno-Stunden

Heroku hat gezeigt, dass Deployment kein Ritual sein muss. Das Modell dahinter ist Laufzeit zur Miete. Sobald Last, eine native App oder ein Server in der EU dazukommen, wird genau das teuer oder unpassend.

  • Du bekommst eine Box per SSH oder einen Managed Server, keine geschlossene Dyno-Umgebung
  • Buildpacks entfallen; Docker und GitLab-CI liegen im Repo, lesbar

Miet-Runtime oder eigene Maschine

Heroku reicht

  • Eine Web-App, ein paar Add-ons, git push. Mehr willst du nicht anfassen.

Weg von Dynos

  • Die Rechnung skaliert unangenehm, oder du willst auf die Maschine.
  • iOS-Builds oder ein Store-Release gehören plötzlich dazu.
Eigene Server per SSH oder Managed Server, mit Zugang statt Blackbox. Eigene Server per SSH oder Managed Server, mit Zugang statt Blackbox.
Eigene Server per SSH oder Managed Server, mit Zugang statt Blackbox.

Heroku hat einer Generation gezeigt, dass Deployment kein Ritual sein muss. Was bleibt, ist das Modell: du mietest Laufzeit, nicht eine Maschine. Sobald Last, Compliance oder eine native App dazukommen, wird genau dieses Modell teuer oder unpassend.

Eine Heroku Alternative muss deshalb nicht „dasselbe, nur billiger“ sein. Sie muss den Push-Alltag lassen und die Rechnung auf Infrastruktur legen, die dir gehört.

Heroku neben eigenen Servern

Add-ons und Dynos ändern sich. Nimm Herokus eigene Preisseite, wenn du Zahlen brauchst.

Kriterium Application Platform Heroku
Deployment einer Webanwendung Vollständig abgedeckt: Vorbereitete GitLab-CI-Pipeline pro Projekt Vollständig abgedeckt: Sehr einfach, Push löst Build und Release aus
Sprach- und Framework-Auswahl Vollständig abgedeckt: Templates für Next.js, NestJS, Laravel, FastAPI, Astro und Hugo Vollständig abgedeckt: Breite Buildpack-Unterstützung für viele Sprachen
Marktplatz für Zusatzdienste Teilweise abgedeckt: Kein Add-on-Marktplatz, Dienste werden im Projekt selbst betrieben Vollständig abgedeckt: Großer Add-on-Marktplatz für Datenbanken, Queues und Logging
Eigene Server nutzen Vollständig abgedeckt: Eigener Server per SSH oder Managed Server der Plattform Nicht angeboten: Nicht vorgesehen, Ausführung in Dynos
Server-Grundsetup Vollständig abgedeckt: Docker, Datenbanken, Reverse-Proxy, SSL, Firewall und Backups werden eingerichtet Teilweise abgedeckt: Von der Plattform gekapselt, kein Zugriff auf die Maschine
Kostenverlauf bei Wachstum Vollständig abgedeckt: Plattform plus eigene Server, dadurch planbar Teilweise abgedeckt: Pro Dyno und Add-on, steigt mit Instanzen und Last
Kostenloses Kontingent zum Ausprobieren Vollständig abgedeckt: Kostenlos registrieren und erstes Projekt anlegen Nicht angeboten: Kein kostenloses Kontingent mehr verfügbar
Mobile Apps bauen Vollständig abgedeckt: Flutter, Expo sowie native iOS- und Android-Projekte inklusive Build-Umgebung Nicht angeboten: Nicht Teil des Produkts
App Store und Play Store veröffentlichen Vollständig abgedeckt: Metadaten, Screenshots und Versionen über Fastlane aus der Plattform heraus Nicht angeboten: Nicht Teil des Produkts
Remote-Entwicklungsumgebungen Vollständig abgedeckt: Ubuntu-Workspaces mit VS Code, JetBrains, RDP und VNC. iOS-Builds auf macOS-Geräten der Pipeline Nicht angeboten: Nicht Teil des Produkts
Standort der Verarbeitung Vollständig abgedeckt: Betrieb in der EU, Auftragsverarbeitungsvertrag, Server frei wählbar Teilweise abgedeckt: US-Anbieter im Salesforce-Konzern, Regionen wählbar

Grün bedeutet vollständig abgedeckt, gelb teilweise, grau nicht vorgesehen. Heroku bleibt im Deployment sehr komfortabel – der Unterschied liegt in Kontrolle, Kostenverlauf und Reichweite über das Web hinaus.

Stand: 9. September 2026. Grundlage sind die öffentlich dokumentierten Funktionsumfänge der genannten Anbieter. Angaben können sich ändern; maßgeblich ist die jeweils aktuelle Darstellung des Anbieters. Logos sind Marken der jeweiligen Rechteinhaber und dienen nur der Zuordnung.

Was Heroku weiter besser kann

  • Marktplatz Add-ons sind in Minuten da. Bei uns richtest du den Dienst auf dem Server ein oder nimmst, was die Plattform mit anlegt.
  • Gewohnheit Wer seit Jahren Buildpacks kennt, muss Docker und GitLab-CI erst lesen. Das ist der Preis für sichtbare Konfiguration.

Kostenmodell

Heroku rechnet über Dynos und Add-ons. Wir rechnen Plattform plus Server. Aktuelle Heroku-Tarife stehen auf der offiziellen Preisseite.

  • Docker
  • Datenbanken
  • Reverse-Proxy
  • SSL
  • Backups
  • Firewall
  • Demnächst Kubernetes
  • Demnächst Monitoring
Das Grundsetup entsteht automatisch, du behältst trotzdem Zugriff auf die Maschine.

Von Heroku zur Application Platform wechseln

Der Umzug orientiert sich an dem, was du schon hast: Repository, Anwendung und Datenbank.

  1. Server verbinden

    Binde einen eigenen Server per SSH an oder buche einen Managed Server. Docker, Datenbanken, Reverse-Proxy, SSL, Firewall und Backups werden eingerichtet.

  2. Projekt anlegen

    Lege dein Projekt im Assistenten an und wähle den Stack. GitLab-Repository, Projektstruktur und CI/CD-Pipeline entstehen mit.

  3. Config Vars übertragen

    Was bei Heroku als Config Vars hinterlegt ist, pflegst du in der Credentials-Verwaltung des Projekts und gibst es gezielt an Umgebungen weiter.

  4. Datenbank umziehen und umschalten

    Spiele einen Dump in die eingerichtete Datenbank ein, prüfe die Anwendung auf einer Staging-Umgebung und stelle danach den DNS-Eintrag um.

Häufige Fragen

Warum suchen Teams überhaupt eine Heroku Alternative?

Meist geht es um Kosten und Kontrolle: Ohne kostenloses Kontingent wächst die Rechnung mit jeder Dyno-Instanz und jedem Add-on, die Maschine selbst bleibt unzugänglich. Zudem ist Heroku als Teil von Salesforce ein US-Anbieter.

Kann ich meine Anwendung ohne Umbau übernehmen?

In den meisten Fällen ja, wenn sie containertauglich ist. Die Plattform deployt über Docker, dein Code bleibt gleich. Ersetzen musst du nur, was an Heroku hängt: Buildpack wird zum Dockerfile, Config Vars zu Secrets, Add-ons zu eigenen Diensten.

Was passiert mit meiner Heroku-Postgres-Datenbank?

Beim Server-Setup richtet die Plattform Datenbanken samt Backups ein. Der Umzug läuft über Dump und Import, idealerweise erst auf Staging. Weil die Datenbank danach auf deinem Server liegt, legst du Größe, Version und Wartungsfenster selbst fest.

Verliere ich die Einfachheit von git push heroku main?

Der Ablauf bleibt ähnlich: Du pushst ins GitLab-Repository, die Pipeline übernimmt Test, Build und Release. Der Unterschied: Die Schritte stehen sichtbar in einer Datei statt im Buildpack – dafür kannst du eigene Schritte ergänzen.

Muss ich meinen Server nun selbst administrieren?

Nein. Beim Managed Server übernimmt die Plattform Einrichtung und Wartung. Beim eigenen Server richtet sie Docker, Reverse-Proxy, SSL, Firewall, Backups ein, der Betrieb bleibt bei dir. Den Cluster-Zugang kannst du hinterlegen; Deploy auf den Cluster und volles Monitoring folgen.

Ein Projekt anlegen, Server dazu

Wenn Dynos nicht mehr die richtige Rechnung sind, siehst du das am schnellsten im Assistenten – nicht in dieser Tabelle.